Weihe an die Heiligsten Herzen

Epoche: 
Noviziat

Mein Herz ist die Krippe, da wieget
Maria, die Jungfrau ihr Kind;
mein Herz ist das Heim, wo verborgen
die Heiligsten Herzen ich find;
mein Herz ist das Schifflein, wo Jesus verkünd´t,
was Maria im Herzen umschlieβt,
und das Kreuz, wo der Heiland sein Herzblut
und bittere Tränen Maria vergieβt.

Ich bin eine Pflugschar, wenn Christus
den Acker der Seelen bestellt;
ich bin eine ewige Lampe,
die brennt vor des Heilandes Zelt;
ich bin eine Glocke, ich rufe die Bettler
vom Zaun in den Königspalast,
und ein Stern, der im Glanze des Morgens
vor Christus, der ewigen Sonne, verblasst.

Mein Herz will den Heiligsten Herzen
Mariä und Jesu sich weihn,
sie sollen mein einziger Reichtum
im Leben und Sterben mir sein;
sie sind meine Lust, meine Wonne, mein Spiel,
meines Leibes verborgener Glanz,
ihrem Wunsch und Befehl mich zu beugen
sei all meiner Werke nie welkender Kranz.

Weibern: 19.9.1946 (1. Strophe) und 3.12.1946

1. Strophe: Vier Lebensalter Jesu
2. Strophe: Unsere Nachahmung derselben
3. Strophe: Die drei Gelübde