Am Traualtar

Epoche: 
Scholastikat

Deine Hand und die meine
zitternd zusammengelegt,
Ruhe, die alles bewegt,
und unser Gott tut das Seine.

Sind denn die Augen so reine,
daβ der Altar uns nun sieht,
der allem Stolzen entflieht
und lieber wählet das Kleine?

Liebe! Uns wählte ein Heiland,
wähle ich dich und du mich!
Senkt bald das Himmelszelt sich,
braucht uns die Schwachheit als Eiland.

Simpelveld, 19.5.1952